Gefahrgut ADR · Ratgeber
Geschwindigkeitsbegrenzungen und ADR-Parkplätze
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Auf einen Blick
Die Beförderung gefährlicher Güter ist ein besonderer, mit Risiken verbundener Transport. Je nach beförderter Ware schreiben einige Unterzeichnerstaaten des ADR-Übereinkommens Geschwindigkeitsbegrenzungen für die Beförderung gefährlicher Güter vor.
Inhalt
Die Beförderung gefährlicher Güter ist ein besonderer, mit Risiken verbundener Transport. Je nach beförderter Ware schreiben einige Unterzeichnerstaaten des ADR-Übereinkommens Geschwindigkeitsbegrenzungen für die Beförderung gefährlicher Güter vor.
Geschwindigkeitsbegrenzungen und ADR-Parkplätze
Auf der offiziellen Website der Europäischen Kommission sind die Geschwindigkeitsbegrenzungen jedes Landes veröffentlicht. Sie sind für alle Fahrzeugkategorien und für jede Art von Transport verfügbar.
https://ec.europa.eu/transport/road_safety/going_abroad/index_en.htm
Wir stellen Ihnen die Geschwindigkeitsbegrenzungen für die Beförderung gefährlicher Güter nur für diejenigen Länder vor, die eine von den üblichen Grenzen abweichende Begrenzung vorschreiben.
-
Land
Innerorts
Außerorts
Autobahn
Bulgarien
40 km/h
50 km/h
90 km/h
Frankreich
–
60 km/h
80 km/h
Rumänien
40 km/h
70kmh
70 km/h
Spanien
50 km/h
60 km/h auf Straßen mit Seitenstreifen <1,5m
70 km/h auf Straßen mit Seitenstreifen >1,5m
70 km/h
Was Parkplätze betrifft, die Sicherheitsbedingungen für bestimmte Beförderungen gefährlicher Güter gewährleisten, genauer gesagt für diejenigen gefährlichen Güter, für die in Spalte (19) der Tabelle A in Kapitel 3.2 des ADR-Übereinkommens die Sondervorschrift S1, S8, S9,S13-S24 vorgesehen ist, sind die Vorschriften über das Halten und/oder Parken ausschließlich in bestimmten Bereichen oder auf bestimmten Parkplätzen einzuhalten.
Die Sondervorschriften S14 – bis S24 verweisen auf die Bedingungen für das Halten und Parken ausschließlich auf Parkplätzen und in Bereichen, die die in Kapitel 8.4 ADR genannten Bedingungen erfüllen, und sie sind je nach Art und Menge des beförderten gefährlichen Gutes anwendbar.
Die Bedingungen für das Halten gemäß Kapitel 8.4 ADR sind folgende:

Die Fahrzeuge müssen überwacht werden. Sie dürfen ohne Überwachung in einem Lager oder im Werksgelände abgestellt werden, das alle Sicherheitsgarantien bietet.
Wenn solche Abstellmöglichkeiten nicht vorhanden sind, darf das Fahrzeug an einem abgesonderten Platz abgestellt werden. Dieser muss den in den nachstehenden Punkten genannten Bedingungen entsprechen:
-
a) Ein Parkplatz, der von einer verantwortlichen Person überwacht wird. Diese muss über die Art der Ladung und den Aufenthaltsort des Fahrzeugführers unterrichtet worden sein.
-
b) Ein öffentlicher oder privater Parkplatz. Sie müssen sicherstellen, dass das Fahrzeug aller Wahrscheinlichkeit nach nicht Gefahr läuft, durch andere Fahrzeuge beschädigt zu werden;
-
c) Ein geeigneter freier Platz abseits von wichtigen öffentlichen Straßen und Wohngebieten. Sie müssen sicherstellen, dass er der Öffentlichkeit normalerweise nicht als Durchgang oder Treffpunkt dient.
Wichtig:
-
Die unter b) zugelassenen Parkplätze dürfen nur benutzt werden, wenn die unter a) genannten nicht vorhanden sind!
-
Die unter c) beschriebenen Plätze dürfen nur benutzt werden, wenn die unter a) und b) genannten nicht vorhanden sind.
Bedeutung der Sondervorschriften „S“
S1 – Die Vorschriften des Kapitels 8.4 sind nur dann anzuwenden, wenn Stoffe und Gegenstände der Klasse 1, deren gesamte Nettomasse an explosivem Stoff die nachstehend festgelegten Grenzen überschreitet, in einem Fahrzeug befördert werden:
- Unterklasse 1.1: 0 kg
- Unterklasse 1.2: 0 kg
- Unterklasse 1.3, Verträglichkeitsgruppe C: 0 kg
- Unterklasse 1.3, ausgenommen Verträglichkeitsgruppe C: 50 kg
- Unterklasse 1.4, ausgenommen die nachstehend aufgeführten: 50 kg
- Unterklasse 1.5: 0 kg
- Unterklasse 1.6: 50 kg
Stoffe und Gegenstände der Unterklasse 1.4, die den UN-Nummern 0104, 0237,0255, 0267, 0289, 0361, 0365, 0366, 0440, 0441, 0455, 0456 und 0500 zugeordnet sind: 0 kg
Bei Zusammenladungen ist für die gesamte Ladung die niedrigste Grenze anzuwenden, die für einen der beförderten Stoffe oder Gegenstände gilt.
Darüber hinaus müssen diese Stoffe und Gegenstände, wenn sie den Vorschriften in 1.10.3 unterliegen, gemäß dem in 1.10.3.2 genannten Sicherungsplan ständig überwacht werden, um jede böswillige Handlung zu verhindern, und der Fahrzeugführer und die zuständigen Behörden müssen bei ihrem Verlust oder im Brandfall alarmiert werden.
Leere ungereinigte Verpackungen sind ausgenommen.
S8 – Ist eine Beförderungseinheit mit mehr als 2000 kg dieser Stoffe beladen, dürfen Aufenthalte aus Betriebsgründen während der Beförderung nach Möglichkeit nicht in der Nähe von Wohngebieten oder von Orten stattfinden, an denen sich die Öffentlichkeit aufhält. Ein längerer Aufenthalt in der Nähe solcher Bereiche ist nur mit Zustimmung der zuständigen Behörden zulässig.
S9 – Während der Beförderung dieses Stoffes dürfen Aufenthalte aus Betriebsgründen nach Möglichkeit nicht in der Nähe von Wohngebieten oder von Orten stattfinden, an denen sich die Öffentlichkeit aufhält. Ein längerer Aufenthalt in der Nähe solcher Bereiche ist nur mit Zustimmung der zuständigen Behörden zulässig.
S14 – Die Vorschriften des Kapitels 8.4 über die Überwachung der Fahrzeuge gelten für Fahrzeuge, die diese Stoffe in beliebiger Menge befördern.
S15 – Die Vorschriften des Kapitels 8.4 über die Überwachung der Fahrzeuge gelten für Fahrzeuge, die diese Stoffe in beliebiger Menge befördern. Die Vorschriften des Kapitels 8.4 müssen jedoch nicht angewendet werden, wenn der Laderaum verschlossen ist und die beförderten Versandstücke auf andere Weise gegen unrechtmäßiges Entladen gesichert sind.
S16 – Die Vorschriften des Kapitels 8.4 über die Überwachung der Fahrzeuge gelten, wenn die Gesamtmasse der Stoffe im Fahrzeug 500 kg überschreitet.
Darüber hinaus müssen Fahrzeuge, die mehr als 500 kg dieses Gutes befördern, wenn sie den Vorschriften in 1.10.3 unterliegen (es handelt sich um gefährliche Güter mit hohem Gefahrenpotenzial), gemäß dem in 1.10.3.2 genannten Plan (dem von der Unternehmensleitung erstellten Sicherungsplan) ständig überwacht werden, um jede böswillige Handlung zu verhindern, und der Fahrzeugführer und die zuständigen Behörden müssen bei ihrem Verlust oder im Brandfall alarmiert werden.
S17 – Die Vorschriften des Kapitels 8.4 über die Überwachung der Fahrzeuge gelten, wenn die Gesamtmasse des betreffenden Stoffes im Fahrzeug 1000 kg überschreitet.
S18 – Die Vorschriften des Kapitels 8.4 über die Überwachung der Fahrzeuge gelten, wenn die Gesamtmasse des Stoffes im Fahrzeug 2000 kg überschreitet.
S19 – Die Vorschriften des Kapitels 8.4 über die Überwachung der Fahrzeuge gelten, wenn die Gesamtmasse des betreffenden Stoffes im Fahrzeug 5000 kg überschreitet.
S20 – Die Vorschriften des Kapitels 8.4 über die Überwachung der Fahrzeuge gelten, wenn die Gesamtmasse oder das Gesamtvolumen dieser Stoffe im Fahrzeug 10000 kg als verpackte Güter oder 3000 Liter in Tanks überschreitet.
S21 – Die Vorschriften des Kapitels 8.4 über die Überwachung der Fahrzeuge gelten für alle Stoffe, unabhängig von ihrer Masse. Die Anwendung der Vorschriften des Kapitels 8.4 ist jedoch nicht erforderlich, wenn:
-
der beladene Laderaum verschlossen ist oder die beförderten Versandstücke auf andere Weise gegen unrechtmäßiges Entladen gesichert sind; und
-
die Dosisleistung an keiner zugänglichen Stelle der Fahrzeugoberfläche mehr als 5 ⊃Sv/h beträgt.
Darüber hinaus müssen diese Güter, wenn sie den Vorschriften in 1.10.3 unterliegen (es handelt sich um gefährliche Güter mit hohem Gefahrenpotenzial), ständig überwacht werden. Dies muss gemäß dem in 1.10.3.2 genannten Plan (dem von der Unternehmensleitung erstellten Sicherungsplan) erfolgen. Die Überwachung ist erforderlich, um jede böswillige Handlung zu verhindern. Der Fahrzeugführer und die zuständigen Behörden müssen bei ihrem Verlust oder im Brandfall alarmiert werden.
S22 – Die Vorschriften des Kapitels 8.4 über die Überwachung der Fahrzeuge gelten, wenn die Gesamtmasse oder das Gesamtvolumen dieser Stoffe im Fahrzeug 5000 kg als verpackte Güter oder mehr als 3000 Liter in Tanks überschreitet.
S23 – Die Vorschriften des Kapitels 8.4 über die Überwachung der Fahrzeuge gelten, wenn dieser Stoff in loser Schüttung oder in Tanks befördert wird. Sie gelten auch, wenn die Gesamtmasse oder das Gesamtvolumen im Fahrzeug 3000 kg oder 3000 Liter überschreitet.
S24 – Die Vorschriften des Kapitels 8.4 über die Überwachung der Fahrzeuge gelten, wenn die Gesamtmasse dieser Stoffe im Fahrzeug 100 kg überschreitet.
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Quellen (2)
Alle Ratgeber zu Gefahrgut ADR (22)
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